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Warum wir unseren Puls kennen sollten

Einer von drei Menschen bekommt im Laufe des Lebens relevante Herzrhythmusstörungen. Hören Sie, wie wir selbst Störungen frühzeitig aufdecken können.

Puls-Selbstmessung
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Es gibt einen Tag des Bluthochdrucks, einen Tag des Cholesterins und nun auch den PULSEDAY, der jedes Jahr am 1. März stattfinden soll – möglichst weltweit. Was steckt hinter dieser Initiative und warum ist es so immens wichtig, unserem Puls und damit dem Herzschlag mehr Aufmerksamkeit als bisher zu schenken? Das erläutert im Gespräch der Frankfurter Kardiologe Prof. Julian Chun, einer der wissenschaftlichen Hauptinitiatoren.

Puls-Selbstmessung - ganz einfach

Herzrhythmusstörungen sind in Deutschland neben der koronaren Herzkrankheit (KHK) und der Herzschwäche der häufigste Grund für eine Aufnahme ins Krankenhaus. Nach Schätzungen haben zu zwei Millionen Menschen zum Beispiel Vorhofflimmern, die häufigsten anhaltenden Rhythmusstörung - oft ohne dies zu wissen. Das Fatale: 20 bis 30 Prozent der ischämischen Schlaganfälle gehen auf Vorhofflimmern zurück. Solche und andere Rhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu handeln, kann daher späteres Leiden vermeiden. Eine erste Kontrolle kann sehr einfach durch eine Selbstmessung des Pulses am Handgelenk erfolgen.

So geht die Selbstmessung - in vier Schritten: 

  1. Setzen Sich sich für ein paar Minuten ruhig hin.
  2. Ertasten Sie den Puls mit Zeige- und MIttelfinger am anderen Handgelenk direkt unter der Daumenwurzel.
  3. Zählen Sie die Pulsschläge während eines Zeitraums von 15 Sekunden
  4. Multiplizieren Sie die gezählten Schläge mal vier. Dann haben Sie die Pulsfrequenz pro Minute. 60 - 80 Schläge in Ruhe sind optimal.

 

Experte

Prof. Dr. KR Julian Chun
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  3. Ob eine Herzrhythmusstörung harmlos oder gefährlich ist, kann nur eine kardiologische Untersuchung klären.

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